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EURE EINDRÜCKE & ERFAHRUNGEN — 3 Kommentare

  1. Liebe Anette,
    das neue Jahr hat begonnen und ich schaue zurück: Wandernd im Elbsandsteingebirge kam die Idee auf, dass ich ja vielleicht mitkommen könnte nach Lanzarote, mehr folgend als vorangehend. Dann wurde eine Woche intensive Seelenarbeit daraus. Ich erinnere mich an den Blick aufs Meer von unserem Bungalow im von uns liebevoll umgetauften „El Hilfo“, das Rauschen der Wellen, des Windes, den Blick durch das Felsenloch hinab in die Tiefe, in der die Wassergewalt wogt. Und die Stille in meinem Herzen, die Trauer, die nach meiner Aufstellung aufkam. Ein Jahr später spüre ich sie wieder: Ganz unerwartet und doch vertraut hat sie sich angeschlichen. Sie ist ja schon so lange da, das habe ich auf Lanzarote verstanden. So vieles hat sich seitdem bewegt. Die Trauer ist die gleiche und doch ist jetzt alles anders, denn ich bin nicht mehr ohnmächtig gegenüber meinem Spüren oder der Angst, den Schmerz zu spüren und mit deiner Hilfe wage ich jetzt den nächsten Schritt, den vielleicht wichtigsten meines Lebens auf einem Weg, der 2017 auf Lanzarote begann. Ich danke dir.

  2. Anette sagte im März 2017..

    Ihr Lieben,

    ich danke Euch für Euer Vertrauen mir nach Lanzarote zur 1. Aufstellungsreise zu folgen.

    Es war wunderbar und eine Belohnung für mich Eure Freude bei der Ankunft in EL GOLFO zu sehen.

    Die Tage vergingen wie im Flug, die Ausflüge haben mir viel Spaß bereitet, die Aufstellungstage in der VILLA AMATISTA waren sehr besonders.

    Die Ruhe des Raumes hat uns allen eine besondere Ruhe und Tiefe geschenkt.

    Mein persönlicher Höhepunkt war sicherlich meine Geburtstagsfeier mit euch allen zusammen. Die Stunden im Restaurante MIRADOR DE LAS SALINAS werden für immer unvergesslich bleiben.

    Eure Geschenke und Gedichte haben mich tief berührt. Das schönste Geschenk für mich jedoch ist immer wieder zu sehen, wie die LIEBE Stück für Stück tiefer in Eure Herzen einzieht. Das ist die Heilung, die ich mir für jeden von Euch wünsche.

    Ich freue mich auf noch viele weitere Reisen nach Lanzarote und andere Orte mit Euch.

    In tiefer Verbundenheit

    Eure Anette

  3. Lanzarote Reisebericht – Teilnehmer Cornelius Zimmermann 18.2-25.2.2017

    Gedanken zur Lanzarote-Reise

    Wir wachsen als werdende Menschen in aller Regel in ein anthropo- und egozentrisches Weltbild hinein. Wir erleben die Welt als eine von uns hergestellte Sphäre (Technik/Wissenschaft). Das Wort „Gott“ klingt zumeist nur noch wie ein fernes Echo in unseren Seelen. Georg Lukacs hat diesen Zustand als „transzendentale Obdachlosigkeit“ gekennzeichnet.

    Unsere Gruppenreise nach Lanzarote war demgegenüber eine Reise in eine neuartige Energieerfahrung, die mit den zentralen Kräften dieser Erde (Feuer, Erde, Wasser, Luft) in engstem Zusammenhang steht. Denn es ist besonders das vulkanische Feuer, das das „Gesicht“ dieser Insel bestimmt. Der Vulkanismus und mit ihm die Plattentektonik bedingen ohnehin auf die entscheidenste Weise die geochemische Differentiation der Erde und die Bildung der Kontinente, was wiederum für die Entstehung und Evolution des Lebens und die Stabilisierung der Lebensräume essentiell ist. Die sog. „Feuerberge“, die wir z.B. besucht haben, sind (bei aller Massentouristik) eine in diesem Sinne seelenprägende und energieausleuchtende Erfahrung gewesen.

    Entscheidend für mich war jedoch ein damit verbundener innerer Erfahrungsraum. So wie man beim systemischen Familienstellen (das wir dort an zwei Tagen ausgiebig praktiziert haben) die Prägekräfte des Schicksals auf eine unnachahmliche Weise kennenlernen kann, so spürte ich, wenn ich – wir wohnten alle in einem kleinen Ort an der Südwestküste Lanzarotes (El Golfo) – morgens (mit bloßen Füßen versteht sich) an den Strand ging und mich an geeigneter Stelle sitzend niederließ, allein schon in den rundgeschliffenen Lavasteinen unterschiedlichster Größe eine in Erstaunen versetzende Kraft, die dann besonders intensiv ausstrahlte, wenn ich einen dieser Steine liebevoll in meine Hände nahm und wie ein Kindchen hin und her wiegte. Was blieb mir darüber hinaus anderes übrig, als dann die Arme auszubreiten und – ich bin beileibe keine Eso, wie man es heute so zu sagen pflegt – die Energie des heranrollenden Wassers, des kieselgebundenen Feuers, der strömenden oder ruhenden Luft und der mich in Inselgröße mich umgebenden Erde zu erfahren. Alle Sinne öffneten sich: meine fast immer geschlossenen Augen sahen, die Haut empfing die Geschenke der salzerfüllten Luft, meine Ohren sprachen mit den rollenden Wellen. Es war eine Situation, in der man die Atmosphäre Gottes gleichsam hautnah erfahren und erleben kann. Ein Strandgebet ohne Worte.

    Einmal habe ich meine Worte an die Mächte gerichtet und unwillkürlich an die Wolken, die Seelen des Himmels, geschaut. Ich war mit meinen beiden Kindern schon 2001, nach dem frühen Tode meiner Frau, in Lanzarote gewesen und nun, nach 16 Jahren, der Tag ihres Gehens. Und ich kleidete in meine Worte den Wunsch, die Himmel möchten ihre Seele mir schicken an dem Morgen dieses Tages; als Engel möge sie kommen, und ich glaubte zu spüren, und ich spürte, wie jemand hinter mich trat, auf den leisen Sohlen unbekleideter Füße, jemand aus der Gruppe – und mit dem Namen Angela = Engel. Da bist du ja, sprach es aus mir und der Engel verstand, was ich sagen wollte und flog und ließe Angela zurück, die sich einfach und still neben mich setzte.

    Die Aufstellungen, die wir gemacht haben, waren im Sinne dieses Wortes und im Sinne dieser Insel „befeuert“. Wir hatten eine wunderbaren Raum zur Verfügung, der einen Ausblick in einen für unsere Naturerfahrungen extraordinären Garten ermöglichte. Fast jede Pflanze (Kakteen etc.) im Schutz einer steinernen Umhüllung, so wie der Herr die Ureltern noch einkleidete, bevor er sie in die raue Wirklichkeit unserer irdischen Welt entließ. „Vulkanische“ Aufstellungen – ich zögere nicht, diese kühne Metapher zu verwenden. Systemisches Familienstellen muss sich aber solcher Vulkaneizität entgegenstellen, damit die jeweilige Aufstellung nicht magmatisch zerläuft. Aber die obdachgeschützte Energieeinspeisung bildet – ich formuliere bewusst im Präsens – dennoch die entscheidende Basis für die Öffnung der in unseren Seelen erstarrten Kräfte, die hier auf dieser Insel in einer Weise beweglich und damit anschaubar wurden, wie ich das sonst so nicht erlebt habe.

    In diesem Sinne möchte ich ein besonderes „Amen“ auch für die nächste Reise zu dieser Insel aussprechen: So sei es auch beim nächsten Mal. Die Kraft, die dieser Insel eignet, wird das ihre dazu beitragen.

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